Konfigurator Dach

Konfigurator Platten

Sandwichplatte Wand Wandpaneel PIR 1.Wahl
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Sandwichplatten Dach 2.Wahl nach Mass
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Sandwichplatten Dach | Sandwichpaneele PIR | Kern Stärke 100 mm | Sandwichpaneel Dach | 1. Wahl
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Sandwichplatten Wand | Sandwichpaneele PIR | Stärke 100 mm | Sandwichpaneel Wand | 2. Wahl | nach Maß angefertigt
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Welche Nachteile hat ein Trapezblechdach?
Welche Nachteile hat ein Trapezblechdach?

Welche Nachteile hat ein Trapezblechdach?

Kurz zusammengefasst: Die wichtigsten Nachteile eines reinen Trapezblechdachs sind die deutlich hörbare Geräuschentwicklung bei Regen und Wind, eine geringe Wärmedämmung ohne zusätzliche Dämmschicht, das Risiko von Kondensat- und Tauwasserbildung an der Blechunterseite sowie ein höherer Montageaufwand, sobald ein vollwertiger, gedämmter Dachaufbau entstehen soll. Für ungedämmte Nebengebäude sind diese Nachteile oft zu verschmerzen, für beheizte Hallen oder Wohnräume lohnt sich meist der Blick auf Alternativen wie Sandwichplatten.

Trapezblech gehört zu den günstigsten und am weitesten verbreiteten Dacheindeckungen im Gewerbe-, Landwirtschafts- und Nebengebäudebau. Das liegt vor allem am niedrigen Preis pro Quadratmeter und der einfachen, schnellen Verlegung. Wer aber ein Dach plant, das dauerhaft genutzt, beheizt oder zumindest akustisch angenehm sein soll, sollte die Schwächen von reinem Trapezblech kennen, bevor er sich für dieses Material entscheidet. In diesem Artikel gehen wir ehrlich auf die wichtigsten Nachteile ein – und zeigen, in welchen Fällen sich eine Alternative wie Sandwichplatten eher lohnt.

Wichtig vorab: Die meisten Nachteile betreffen nicht das Trapezblech als Material an sich, sondern die Tatsache, dass es sich um eine reine Dachschale ohne integrierte Dämmung handelt. Alle Nachteile, die mit Wärmedämmung, Kondensat oder Schallschutz zu tun haben, lassen sich durch einen zusätzlichen, mehrschichtigen Dachaufbau abmildern – dieser kostet dann allerdings zusätzliche Zeit, Material und Montageaufwand.

Da wir bei thermplattenshop.de sowohl Trapezbleche als auch Sandwichplatten führen, sehen wir in der Beratung täglich, welche Fragen Bauherren zu beiden Materialien beschäftigen. Dieser Artikel fasst die häufigsten Kritikpunkte zusammen, mit denen Kunden auf uns zukommen, wenn sie ein bestehendes Trapezblechdach nachrüsten möchten oder vor der Entscheidung für ein neues Projekt stehen.

Die wichtigsten Nachteile von Trapezblechdächern im Überblick

Geräuschentwicklung

Regen und Hagel sind auf ungedämmtem Blech deutlich hörbar.

Schwache Dämmung

Ohne Zusatzdämmung entweicht Wärme fast ungehindert.

Kondensatrisiko

Tauwasser an der Blechunterseite ohne Dampfsperre möglich.

Mehr Aufbauschichten

Für ein gedämmtes Dach sind mehrere Extra-Schichten nötig.

1. Deutlich hörbare Geräuschentwicklung bei Regen und Wind

Ein dünnes, ungedämmtes Stahlblech überträgt den Aufprall von Regentropfen und Hagelkörnern nahezu ungefiltert als Trommelgeräusch in den darunterliegenden Raum. Bei Carports, offenen Lagerhallen oder Maschinenschuppen stört das kaum – bei Werkstätten, Büros oder gar Wohn- und Aufenthaltsräumen unter dem Dach kann es auf Dauer unangenehm werden, insbesondere bei Starkregen oder Hagelschauern.

Abhilfe schafft eine zusätzliche Dämmschicht mit schallschluckender Wirkung (z. B. Mineralwolle) unterhalb des Blechs, oder gleich der Wechsel zu einem Sandwichelement, bei dem der Dämmkern bereits werkseitig fest mit den Deckschichten verklebt ist und dadurch die Schallübertragung spürbar reduziert.

Auch die gewählte Profilhöhe und Blechdicke beeinflussen die Geräuschentwicklung: Dünnere Bleche mit niedrigerer Profilierung schwingen bei Regen und Wind stärker mit als dickere, höher profilierte Varianten. Wer beim Kauf ausschließlich auf den niedrigsten Quadratmeterpreis achtet, entscheidet sich häufig unbewusst für eine dünnere, akustisch ungünstigere Variante – ein Aspekt, der sich im Angebot meist nicht auf den ersten Blick erschließt und daher aktiv nachgefragt werden sollte.

2. Geringe Wärmedämmung ohne zusätzliche Dämmschicht

Ein reines Trapezblech ist im Kern nichts anderes als profiliertes, beschichtetes Stahlblech – es besitzt praktisch keine nennenswerte Wärmedämmwirkung. Für unbeheizte Lagerhallen, Carports oder offene Maschinenunterstände ist das unproblematisch. Sobald das Gebäude beheizt werden soll, entsteht ohne zusätzliche Dämmschicht ein hoher Energieverlust über das Dach – gerade das Dach ist bei vielen Gebäuden die Fläche mit dem größten Wärmeverlust.

In der Praxis bedeutet das: Wer eine Halle mit reinem Trapezblechdach beheizt, zahlt über die gesamte Nutzungsdauer spürbar mehr für Heizenergie, als es bei einer gedämmten Dachkonstruktion der Fall wäre. Gerade bei steigenden Energiepreisen und zunehmenden energetischen Anforderungen an Gewerbe- und Industriebauten kann dieser Nachteil über mehrere Jahre betrachtet einen erheblichen finanziellen Unterschied ausmachen. Auch im Sommer wirkt sich die fehlende Dämmung negativ aus: Ohne Zusatzschicht heizt sich die Halle unter praller Sonne deutlich stärker auf als unter einem gedämmten Dach.

Trapezblech (ohne Dämmung)
U ≈ 5,5–6,0
Sandwichplatte (PIR, 100 mm)
U ≈ 0,21

Richtwerte für den U-Wert (W/m²K), herstellerabhängig – Balkenlänge ist proportional zum U-Wert (kürzerer Balken bedeutet geringerer Wärmeverlust). Ein reines Trapezblech ohne Dämmung liegt in einer völlig anderen Größenordnung als ein gedämmtes Sandwichelement.

3. Kondensations- und Tauwasserrisiko

Kühlt die Blechunterseite in kalten Nächten stärker ab als die Luft im Innenraum, kann sich Tauwasser an der Unterseite des Trapezblechs bilden – ähnlich wie an einer kalten Fensterscheibe im Winter. Tropft dieses Kondensat auf gelagerte Güter, Maschinen oder Dämmmaterial, drohen Feuchteschäden und im schlimmsten Fall Schimmelbildung an der Unterkonstruktion. Besonders betroffen sind Ställe, Lagerhallen mit hoher Luftfeuchtigkeit und Gebäude mit unzureichender Belüftung.

Vermeiden lässt sich das durch eine Antikondensationsbeschichtung auf der Blechunterseite, eine ordnungsgemäße Dampfsperre bei gedämmten Aufbauten oder ausreichende Hinterlüftung. Bei Sandwichelementen entfällt dieses Risiko weitgehend, da der Dämmkern direkt mit beiden Deckschichten verklebt ist und keinen Hohlraum für Kondensatbildung bietet.

Besonders kritisch ist das Kondensationsrisiko in landwirtschaftlichen Gebäuden wie Ställen, in denen durch Tieratmung und Ausscheidungen ohnehin eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Tropft hier über längere Zeit unbemerkt Kondenswasser auf Futter, Einstreu oder elektrische Anlagen, können daraus Folgeschäden entstehen, die deutlich teurer sind als eine von Anfang an fachgerecht geplante Antikondensationsbeschichtung oder Dämmung.

4. Höherer Montageaufwand für einen vollwertigen, gedämmten Dachaufbau

Sobald ein Trapezblechdach gedämmt werden soll, reicht eine einzelne Blechlage nicht mehr aus. Es braucht in der Regel mehrere zusätzliche Schichten: Dampfsperre, Dämmung, ggf. eine Konterlattung für die Hinterlüftung und häufig eine Innenschale. Jede dieser Schichten muss einzeln verlegt, befestigt und angeschlossen werden – das kostet zusätzliche Bauzeit, Material und Montagestunden gegenüber einer werkseitig fertig verklebten Sandwichplatte, bei der Tragschale, Dämmung und Wetterschutz bereits in einem Bauteil vereint sind.

In der Praxis bedeutet das für die Baustelle: Statt eines Gewerks, das ein Bauteil verlegt, sind bei einem mehrschichtigen Trapezblechdach oft mehrere aufeinanderfolgende Arbeitsschritte notwendig, teilweise sogar von unterschiedlichen Gewerken ausgeführt. Das erhöht nicht nur die Gesamtbauzeit, sondern auch das Koordinationsrisiko zwischen den beteiligten Firmen – verzögert sich ein Gewerk, verschiebt sich häufig der gesamte restliche Bauablauf.

Vergleich des Schichtaufbaus: gedämmtes Trapezblechdach mit mehreren Einzelschichten gegenüber einer einzigen Sandwichplatte Trapezblechdach (gedämmt) Trapezblech Konterlattung / Hinterlüftung Dampfsperre Dämmung Innenschale 5 Einzelschichten Sandwichplatte Dämmkern 1 verklebtes Bauteil
Quelle: thermplattenshop.de – Prinzipdarstellung, schematisch

5. Risiko von Korrosion bei beschädigter Beschichtung

Trapezbleche sind werkseitig verzinkt und meist zusätzlich mit einer Polyester- oder PVDF-Beschichtung versehen. Wird diese Schutzschicht durch Kratzer, Hagelschlag, unsachgemäße Begehung oder falsch gewählte Schrauben beschädigt, kann an der betroffenen Stelle Korrosion entstehen. Da die Deckschicht bei reinem Trapezblech vergleichsweise dünn ist, wirkt sich lokaler Beschichtungsschaden schneller aus als bei den meist etwas robusteren Deckschichten von Sandwichelementen.

Regelmäßige Sichtkontrollen, das Vermeiden von Betreten ohne Trittschutz sowie die Verwendung passender, für das Material zugelassener Schrauben und Dichtscheiben reduzieren dieses Risiko deutlich.

6. Eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten

Trapezblech überzeugt funktional, bietet aber ein eher schlichtes, rein technisches Erscheinungsbild mit sichtbarer Trapezprofilierung. Wer eine hochwertigere Fassaden- oder Dachoptik mit größerer Farbvielfalt, glatteren Oberflächen oder speziellen Sicken- und Profilabständen wünscht, findet bei Sandwichplatten meist eine größere Auswahl an Profilierungen und Oberflächenstrukturen.

Auch bei der Farbwahl ist das Angebot bei Trapezblech meist etwas eingeschränkter als bei Sandwichelementen, bei denen viele Hersteller ein größeres RAL-Sortiment sowie Sonderfarben für individuelle Corporate-Design-Anforderungen anbieten. Für rein funktionale Nutzbauten spielt das häufig keine Rolle, bei repräsentativen Gewerbebauten oder Firmengebäuden mit hohem gestalterischem Anspruch kann diese Einschränkung aber durchaus relevant werden.

7. Empfindlichkeit gegenüber mechanischer Belastung

Dünnere Trapezblechstärken (häufig 0,4 bis 0,7 mm) können bei Hagelschlag, Tritten während der Montage oder herabfallenden Ästen leichter Dellen bekommen als robustere, mehrschichtige Bauteile. Solche Dellen sind zwar meist nur ein optisches Problem, können bei beschädigter Beschichtung aber auch hier Ausgangspunkt für Korrosion werden.

Wichtig für die Praxis: Bei der Montage sollte grundsätzlich nur auf den tragenden Sicken (den erhöhten Profilrippen) und niemals in der Fläche zwischen den Sicken begangen werden, da sich dort das Blech unter Körpergewicht leicht verformen kann. Trittschutzmatten oder Laufbohlen reduzieren dieses Risiko bei Montage- und Wartungsarbeiten zusätzlich.

Bei der Reinigung oder Wartung von Photovoltaikanlagen, Dachfenstern oder Lüftungsaufbauten auf dem Dach ist diese Empfindlichkeit besonders zu beachten: Wer regelmäßig Zugang zum Dach benötigt, sollte von Anfang an feste Laufwege mit zusätzlichen Trittschutzelementen einplanen, statt sich bei jedem Einsatz erneut auf die tragenden Sicken zu verlassen.

Material und Beschichtungen: Was die Nachteile zusätzlich beeinflusst

Nicht jedes Trapezblech ist gleich anfällig für die genannten Nachteile – Materialwahl und Beschichtung spielen eine wichtige Rolle. Verzinkter Stahl ist der Standard und bietet bei intakter Beschichtung einen soliden Korrosionsschutz, ist aber empfindlicher gegenüber Kratzern als Aluminium, das von Natur aus korrosionsbeständig ist, dafür aber in der Regel etwas teurer und bei mechanischer Belastung leichter verformbar ist.

Bei der Beschichtung entscheidet die gewählte Variante direkt über die Lebensdauer: Standard-Polyesterbeschichtungen sind preiswert, aber weniger widerstandsfähig gegenüber UV-Strahlung und mechanischer Beanspruchung. PVDF-Beschichtungen halten deutlich länger und verblassen langsamer, kosten aber mehr. Für Gebäude mit aggressiver Umgebungsluft, etwa in Küstennähe oder in der Nähe von Viehställen, lohnt sich häufig die Investition in eine hochwertigere Beschichtung, um die Schwächen des Grundmaterials auszugleichen.

8. Randzonen und Anschlussdetails als zusätzliche Schwachstelle

An Traufe, First und Ortgang wirken bei Wind deutlich höhere Sogkräfte als in der Dachfläche selbst. Gerade an diesen Randzonen muss die Befestigung von Trapezblech besonders sorgfältig geplant werden – mit engerem Schraubenraster und passenden Anschlussprofilen. Wird hier gespart oder falsch geplant, drohen im Sturm als Erstes gelockerte oder abgehobene Bleche an genau diesen Übergängen. Auch Durchdringungen für Lichtkuppeln, Dachhaken oder Photovoltaik-Unterkonstruktionen sind bei einer einzelnen Blechlage empfindlicher gegenüber Undichtigkeiten als bei einem massiveren Sandwichelement, weshalb solche Details bei der Planung besondere Aufmerksamkeit verdienen.

Trapezblechdach im Vergleich zum Sandwichplattendach

Kriterium Trapezblech (ungedämmt) Sandwichplatte
Wärmedämmung Praktisch keine ohne Zusatzschicht Bereits integriert, sehr gut
Geräuschdämmung bei Regen Gering, deutlich hörbar Spürbar besser durch Dämmkern
Kondensatrisiko Vorhanden ohne Dampfsperre Gering, da vollflächig verklebt
Montageaufwand für gedämmtes Dach Hoch – mehrere Einzelschichten Gering – ein Arbeitsschritt
Materialpreis je Quadratmeter Niedrig Höher, dafür oft geringere Gesamtkosten

Die Tabelle zeigt: Reines Trapezblech ist vor allem dort im Vorteil, wo der niedrige Anschaffungspreis zählt und keine Dämmung benötigt wird. Sobald Wärmedämmung, Schallschutz oder ein geringerer Montageaufwand gefragt sind, punkten Sandwichplatten deutlicher – mehr dazu in unserem Artikel Was sind die Vorteile von Sandwichplatten?

Kostenbetrachtung über die gesamte Nutzungsdauer

Wer nur den Materialpreis pro Quadratmeter vergleicht, unterschätzt regelmäßig die Folgekosten eines ungedämmten Trapezblechdachs. Muss nachträglich gedämmt werden, kommen Kosten für Dampfsperre, Dämmstoff, Konterlattung, Innenschale sowie zusätzliche Montagestunden hinzu – häufig verteilt auf mehrere Gewerke, was auch die Koordination auf der Baustelle verkompliziert. Bei beheizten Gebäuden schlagen zudem die laufenden Energiekosten über Jahre hinweg zu Buche, wenn die Dämmwirkung unzureichend bleibt.

Auch Instandhaltungskosten sollten in die Rechnung einfließen: Kleinere Beschichtungsschäden an Trapezblech sollten zeitnah ausgebessert werden, um Korrosion vorzubeugen – das bedeutet wiederkehrenden Kontrollaufwand über die Lebensdauer des Daches. Wer diese Folgekosten von Anfang an mit einplant, kommt bei vielen Projekten zu dem Ergebnis, dass ein gedämmtes Sandwichelement trotz höherem Anschaffungspreis über 15 bis 20 Jahre betrachtet nicht teurer – teils sogar günstiger – ausfällt.

Ein vereinfachtes Praxisbeispiel verdeutlicht das: Bei einer 500 Quadratmeter großen Halle, die zunächst mit reinem Trapezblech gedeckt und erst später beheizt und gedämmt werden soll, fallen neben dem Trapezblech selbst zusätzliche Kosten für Dampfsperre, Dämmstoff, Konterlattung, Innenschale sowie für ein separates Gewerk zur Montage dieser Schichten an. Wird dagegen von Anfang an eine Sandwichplatte mit passender Kerndicke verbaut, entfallen diese Zusatzschritte vollständig – die Halle ist nach der Montage bereits gedämmt, dicht und einsatzbereit für eine Nutzung mit Heizung.

Wartung und Kontrolle: So lassen sich die Nachteile begrenzen

Viele der genannten Schwächen eines Trapezblechdachs lassen sich durch regelmäßige Kontrolle und richtige Pflege spürbar abmildern. Folgende Punkte gehören zu einer sinnvollen Wartungsroutine:

1
Jährliche Sichtkontrolle

Beschichtung auf Kratzer, Dellen und beginnende Korrosion prüfen, idealerweise im Frühjahr nach dem Winter.

2
Schrauben und Dichtscheiben prüfen

Gealterte Dichtscheiben rechtzeitig austauschen, bevor Feuchtigkeit eindringen kann.

3
Rinnen und Abläufe reinigen

Laub und Schmutz entfernen, damit sich kein Wasser staut und die Blechunterseite länger feucht bleibt.

4
Belüftung sicherstellen

Ausreichende Hinterlüftung und ggf. Lüftungsgitter freihalten, um Kondensatbildung vorzubeugen.

5
Beschädigungen sofort ausbessern

Kratzer und Dellen zeitnah mit passendem Reparaturlack behandeln, um Korrosion an der Stelle zu verhindern.

Wann ist ein reines Trapezblechdach trotzdem sinnvoll?

Trotz der genannten Nachteile bleibt Trapezblech für bestimmte Einsatzbereiche eine wirtschaftlich sinnvolle Wahl:

Carports und offene Unterstände

Kein Beheizungsbedarf, Geräuschentwicklung spielt kaum eine Rolle.

Ungedämmte Lagerhallen

Reine Lagerung ohne Temperaturanforderungen an das Gut.

Landwirtschaftliche Nebengebäude

Geringes Budget, Fokus auf Funktion statt Komfort.

Sanierung mit vorhandener Dämmebene

Wenn eine Dämmung bereits an anderer Stelle vorhanden ist.

Ein häufig übersehener Mittelweg ist die nachträgliche Kombination: Bauherren entscheiden sich zunächst für ein günstiges Trapezblechdach und rüsten später bei Bedarf eine Innendämmung nach, etwa wenn eine Lagerhalle zu einer beheizten Werkstatt umgenutzt werden soll. Diese Lösung ist zwar möglich, aber selten so wirtschaftlich wie eine von Anfang an geplante gedämmte Konstruktion, da nachträgliche Umbauten meist mit zusätzlichem Planungs- und Anpassungsaufwand verbunden sind, etwa bei der Anpassung von Dachüberständen, Traufen und Anschlussdetails.

DIN 18807 DIN EN 1090 DIN EN 1991-1-4 (Windlasten) IFBS-Fachregeln abZ/ETA der Hersteller

Für Trapezprofile aus Stahlblech ist in Deutschland vor allem die DIN 18807 einschlägig, ergänzt durch die allgemeinen Regeln des Stahlbaus (DIN EN 1090), die Windlastnormen nach DIN EN 1991-1-4 sowie die Fachregeln des IFBS für Anschlüsse, Befestigung und Detailausbildung. Bei der Auswahl konkreter Produkte lohnt sich zusätzlich immer ein Blick auf die bauaufsichtliche Zulassung bzw. europäische technische Bewertung (ETA) des jeweiligen Herstellers, insbesondere hinsichtlich der zulässigen Spannweiten und Windlastzonen am geplanten Standort.

Fazit

Ein reines Trapezblechdach ist günstig, schnell verlegt und für viele einfache Nutzungen völlig ausreichend. Seine Nachteile – Geräuschentwicklung, schwache Dämmung, Kondensatrisiko, höherer Aufwand bei nachträglicher Dämmung und eingeschränkte Optik – zeigen sich vor allem dann, wenn ein Gebäude beheizt, dauerhaft genutzt oder akustisch komfortabel sein soll.

Wer diese Anforderungen hat, sollte die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer und nicht nur den Anschaffungspreis pro Quadratmeter vergleichen. In vielen Fällen ist eine Sandwichplatte mit werkseitig integrierter Dämmung dann die wirtschaftlichere und komfortablere Lösung – bei einfachen, ungedämmten Nebengebäuden bleibt Trapezblech dagegen eine solide und preiswerte Wahl.

Am Ende lohnt sich für jedes Projekt eine kurze, ehrliche Bestandsaufnahme der eigenen Anforderungen: Wird das Gebäude beheizt? Wird es dauerhaft genutzt oder nur gelegentlich? Spielt die Geräuschkulisse bei Regen eine Rolle? Wer diese Fragen vorab klärt, kann Trapezblech und Sandwichplatten gezielt dort einsetzen, wo ihre jeweiligen Stärken tatsächlich zum Tragen kommen, statt sich allein am niedrigsten Angebotspreis zu orientieren.

Häufig gestellte Fragen zu den Nachteilen von Trapezblechdächern

Ist ein Trapezblechdach bei Regen wirklich so laut?

Ohne zusätzliche Dämmung ja – das dünne Blech überträgt den Aufprall von Regentropfen und Hagel deutlich hörbar in den darunterliegenden Raum. Eine Dämmschicht mit schallschluckender Wirkung oder der Wechsel zu einem Sandwichelement reduziert die Geräuschentwicklung spürbar.

Kann man ein Trapezblechdach nachträglich dämmen?

Ja, das ist möglich, erfordert aber zusätzliche Schichten wie Dampfsperre, Dämmung und ggf. eine Innenschale. Das bedeutet mehr Montageaufwand und Kosten, als wenn von Anfang an ein bereits gedämmtes Bauteil wie eine Sandwichplatte verwendet wird.

Rostet Trapezblech schnell?

Werkseitig verzinktes und beschichtetes Trapezblech ist bei intakter Beschichtung sehr witterungsbeständig. Wird die Beschichtung jedoch beschädigt, etwa durch Kratzer oder falsche Schrauben, kann an dieser Stelle Korrosion entstehen.

Warum bildet sich Kondenswasser unter dem Trapezblech?

Kühlt die Blechunterseite stärker ab als die Raumluft, kann die Luftfeuchtigkeit an der kalten Oberfläche kondensieren – ähnlich wie an einer Fensterscheibe im Winter. Eine Antikondensationsbeschichtung, ausreichende Hinterlüftung oder eine fachgerechte Dampfsperre beugen dem vor.

Für welche Gebäude ist Trapezblech trotzdem eine gute Wahl?

Für Carports, offene Unterstände, ungedämmte Lagerhallen und landwirtschaftliche Nebengebäude, bei denen weder Beheizung noch Schallschutz im Vordergrund stehen, bleibt Trapezblech dank des niedrigen Preises eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung.

Ist Trapezblech oder Sandwichplatte am Ende günstiger?

Der reine Materialpreis von Trapezblech ist niedriger. Sobald aber Dämmung, Dampfsperre und Innenschale zusätzlich verbaut werden müssen, gleichen sich die Gesamtkosten oft an oder eine Sandwichplatte wird sogar günstiger, da Montagezeit und Materialschichten eingespart werden.

Wie lässt sich die Geräuschentwicklung bei einem bestehenden Trapezblechdach nachträglich reduzieren?

Am wirksamsten ist eine zusätzliche, schallschluckende Dämmschicht (z. B. Mineralwolle) an der Blechunterseite. Auch eine abgehängte Innenschale mit Luftzwischenraum kann die Schallübertragung spürbar verringern, ersetzt aber keine vollständige Dämmmaßnahme, wenn zusätzlich Wärmedämmung benötigt wird.

K
Karol

Karol ist langjähriger Spezialist für Hallenbau und Bauen mit Sandwichplatten und Trapezblech bei thermplattenshop.de. Er berät Kunden täglich zu Materialwahl, Montage und Detaillösungen rund um Dach und Fassade.

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