Lichtplatten passend zum Trapezblech (Profil 76/18, T18)
Kurz zusammengefasst: Für eine dichte, optisch saubere Integration von Lichtplatten in ein Trapezblechdach muss die Wellenkontur der Lichtplatte exakt zum vorhandenen Blechprofil passen, üblicherweise zu gängigen Profilen wie 76/18 oder T18. Da die Bezeichnung eines Profils allein nicht immer eindeutig ist und sich zwischen Herstellern leicht unterscheiden kann, sollte das tatsächlich verbaute Profil vor der Bestellung stets physisch nachgemessen werden, statt sich allein auf eine Typenbezeichnung aus alten Bauunterlagen zu verlassen. Nur eine exakt passende Lichtplatte fügt sich nahtlos in die Sicken des Blechs ein und lässt sich dicht überlappen und sicher befestigen, ohne dass später sichtbare Versprünge oder undichte Übergangsstellen die gesamte Dachfläche beeinträchtigen.
Gängige Profile
76/18, T18 und ähnliche
Entscheidend
Profil physisch nachmessen
Risiko bei Fehlkauf
Versprünge und Undichtigkeit
Empfehlung
Musterstück vor Bestellung anfordern
Kurzantwort: Welche Lichtplatte passt zum Trapezblech?
Zu den weitverbreiteten Trapezblech-Profilen 76/18 und T18 gibt es speziell angepasste Lichtplatten mit identischer Sickenhöhe und identischem Sickenabstand, die sich nahtlos in eine bestehende Dachfläche integrieren lassen. Wichtig ist dabei, dass die Profilbezeichnung allein noch keine Garantie für eine exakte Passung liefert, da unterschiedliche Hersteller unter derselben oder einer ähnlichen Bezeichnung teils leicht abweichende Sickenmaße fertigen. Vor jeder Bestellung sollte deshalb das tatsächlich verbaute oder geplante Blechprofil direkt am Bauteil oder anhand eines aktuellen Herstellerdatenblatts nachgemessen werden, um Enttäuschungen bei der Lieferung zu vermeiden.
Der zentrale Punkt: Profil vor der Bestellung physisch prüfen
Der wichtigste praktische Hinweis bei der Auswahl einer passenden Lichtplatte lautet: Verlassen Sie sich nicht allein auf eine Profilbezeichnung aus alten Bauplänen oder einer mündlichen Auskunft, sondern prüfen Sie das tatsächlich vorhandene Blechprofil vor Ort mit einem Zollstock oder einer Schieblehre. Profilbezeichnungen wie 76/18 oder T18 beschreiben zwar Sickenhöhe und Sickenabstand in Millimetern, doch je nach Hersteller und Baujahr können geringe Fertigungstoleranzen oder leicht abweichende Werkzeuge dazu führen, dass zwei Bleche mit ähnlicher Bezeichnung nicht exakt kompatibel sind. Wer stattdessen die Sickenhöhe und den Sickenabstand direkt am vorhandenen Blech nachmisst und diese Werte bei der Bestellung angibt oder sogar ein kleines Musterstück des vorhandenen Blechs an den Fachhändler sendet, geht auf Nummer sicher und vermeidet kostspielige, zeitraubende Fehlkäufe samt Rücksendung und erneuter Wartezeit.
Übersicht gängiger Trapezblech-Profile für Lichtplatten
| Profilbezeichnung | Sickenhöhe | Typische Anwendung |
|---|---|---|
| 76/18 | ca. 18 mm | Hallendächer, Nebengebäude |
| T18 | ca. 18 mm | landwirtschaftliche und gewerbliche Dächer |
| 35/207 | ca. 35 mm | größere Spannweiten, höhere Traglast |
| Individuelle/ältere Profile | variiert | vor Bestellung immer nachmessen |
Warum eine exakte Profilübereinstimmung so wichtig ist
Nur wenn Sickenhöhe und Sickenabstand der Lichtplatte exakt zum benachbarten Blech passen, lassen sich beide Materialien mit einer durchgehenden, engen Überlappung verbinden, ohne dass an der Übergangsstelle Lücken oder Versprünge entstehen. Passt das Profil nicht exakt, muss die Überlappung entweder provisorisch mit zusätzlichem Dichtmaterial überbrückt werden, was optisch auffällig ist und die Dichtigkeit langfristig verschlechtert, oder es entsteht ein sichtbarer Versatz, an dem sich Wasser sammeln und schließlich in die Dachkonstruktion eindringen kann. Auch die Befestigung mit Schrauben und Dichtkalotten setzt eine passende Sickenkontur voraus, da die Schrauben immer auf der Sickenkuppe sitzen sollten und bei falschem Profil nicht mehr exakt in der optimalen Position angebracht werden können.
Schritt für Schritt: Das vorhandene Profil richtig ausmessen
Zunächst wird mit einem Zollstock oder einer Schieblehre der Abstand zwischen zwei benachbarten Sickenkuppen des vorhandenen Blechs gemessen, um den sogenannten Sickenabstand zu ermitteln. Anschließend wird die Sickenhöhe bestimmt, indem der Abstand von der Sickenkuppe bis zum tiefsten Punkt der benachbarten Wellentäler gemessen wird. Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf die Gesamtbreite einer vollständigen Blechbahn sowie auf die Anzahl der Sicken pro Bahn, da diese Angaben zusammen mit Sickenhöhe und Sickenabstand die genaue Profilbezeichnung eindeutig bestimmen. Wer unsicher ist, ob die eigene Messung ausreichend präzise war, kann zusätzlich ein kleines Reststück des vorhandenen Blechs fotografieren und mit einem danebengelegten Zollstock an den Fachhändler senden, der anhand dieser Angaben die exakt passende Lichtplatte identifizieren kann.
Unterschiede zwischen Herstellern bei gleicher Profilbezeichnung
Auch wenn zwei Bleche unter derselben Bezeichnung wie 76/18 verkauft werden, können geringe Unterschiede in der Fertigungstoleranz oder im verwendeten Walzwerkzeug dazu führen, dass sie nicht zu einhundert Prozent kompatibel sind. Solche Abweichungen liegen häufig nur im Bereich weniger Millimeter, reichen jedoch aus, um eine saubere Überlappung zu erschweren oder eine sichtbare Versatzkante entstehen zu lassen. Besonders bei älteren Bestandsgebäuden, deren ursprüngliches Blech vor vielen Jahren von einem heute nicht mehr aktiven Hersteller gefertigt wurde, ist eine physische Prüfung des vorhandenen Profils unverzichtbar, da sich die Bezeichnung allein oft nicht mehr eindeutig einem aktuell verfügbaren Produkt zuordnen lässt.
Was tun, wenn kein exakt passendes Profil verfügbar ist
Findet sich für ein sehr altes oder ungewöhnliches Blechprofil kein exakt passendes Lichtplatten-Pendant im aktuellen Sortiment, gibt es mehrere praxistaugliche Lösungswege. Zum einen bieten manche Hersteller eine Sonderanfertigung nach individuellem Sickenmaß an, die zwar mit etwas längerer Lieferzeit verbunden ist, dafür aber eine perfekte Passung garantiert. Zum anderen kann bei kleineren Dachflächen auch über einen Austausch der angrenzenden Blechbahnen gegen ein aktuell verfügbares, zur Lichtplatte passendes Profil nachgedacht werden, sofern dies wirtschaftlich sinnvoll ist. Als dritte Option lässt sich in manchen Fällen eine geringfügig abweichende Profilbreite durch eine angepasste Überlappung und zusätzliche Dichtmaßnahmen kompensieren, was jedoch fachkundige Beratung erfordert und nicht bei jeder Profilkombination empfehlenswert ist.
Materialkombination: Trapezblech und Lichtplatte gemeinsam planen
Neben der reinen Profilpassung sollte bei der Kombination von Trapezblech und Lichtplatte auch die unterschiedliche Wärmedehnung beider Materialien berücksichtigt werden, da sich Kunststoff bei Erwärmung deutlich stärker ausdehnt als das benachbarte Metallblech. Bei der Befestigung sollte deshalb auf ausreichend übergroße Bohrungen sowie auf Langlöcher an geeigneten Stellen geachtet werden, damit sich die Lichtplatte unabhängig vom starreren Blech ausdehnen kann, ohne dass Spannungen entstehen. Auch farblich lohnt sich eine bewusste Abstimmung: Manche Lichtplatten sind in leicht getönten Varianten erhältlich, die sich optisch dezent in ein bestehendes farbiges Trapezblechdach einfügen, während klar durchsichtige Ausführungen einen bewussten Kontrast setzen, der die Lichtplatte als gestalterisches Element hervorhebt.
Norm-Hinweise und Herstellervorgaben
Die DIN EN 1013 regelt allgemeine Anforderungen an lichtdurchlässige Kunststoff-Wellplatten, während die DIN EN 1090 die Ausführung der tragenden Metallkonstruktion betrifft, auf der sowohl Trapezblech als auch die dazu passende Lichtplatte befestigt werden. Für die eigentliche Profilkompatibilität existiert keine übergreifende, herstellerunabhängige Norm, weshalb hier stets die technischen Datenblätter der konkret verwendeten Produkte maßgeblich sind. Bei Zweifeln an der Passung lohnt sich stets eine direkte Rücksprache mit dem Fachhändler, der anhand der genauen Maßangaben oder eines Musterstücks eine verbindliche Empfehlung zur passenden Lichtplatte geben kann.
Bestellprozess Schritt für Schritt
Zunächst wird das vorhandene oder geplante Blechprofil wie beschrieben genau vermessen und wenn möglich fotografisch dokumentiert. Anschließend wird beim Fachhändler nach der passenden Lichtplatte für dieses konkrete Profil gefragt, wobei die gemessenen Werte für Sickenhöhe und Sickenabstand mitgeteilt werden sollten. Vor der endgültigen Bestellung der gesamten benötigten Menge empfiehlt es sich, zunächst ein einzelnes Musterstück oder eine kleine Teillieferung zu bestellen und diese probeweise neben das vorhandene Blech zu legen, um die tatsächliche Passung visuell zu bestätigen. Erst nach dieser Bestätigung sollte die vollständige, für das gesamte Bauvorhaben benötigte Menge bestellt werden, um im Falle einer unerwarteten Abweichung nicht auf einer großen, nicht passenden Lieferung sitzen zu bleiben.
Häufige Fehler bei der Profilauswahl
Der häufigste Fehler ist die blinde Bestellung anhand einer Profilbezeichnung aus alten Bauunterlagen, ohne das tatsächlich verbaute Blech noch einmal nachzumessen, obwohl sich Hersteller und Fertigungsdetails über die Jahre durchaus geändert haben können. Ein weiterer verbreiteter Fehler besteht darin, bei einer nur geringfügigen Abweichung des Profils vorschnell auf eine improvisierte Lösung mit viel zusätzlichem Dichtmaterial zu setzen, statt die etwas aufwendigere, aber langfristig zuverlässigere Sonderanfertigung in Betracht zu ziehen. Auch das Ignorieren der unterschiedlichen Wärmedehnung von Kunststoff und Metall bei der Befestigung führt in der Praxis immer wieder zu Spannungsrissen rund um die Bohrlöcher, die sich mit etwas größer dimensionierten, übergroßen Bohrungen von vornherein hätten vermeiden lassen können.
Praxisbeispiel: Passende Lichtplatte für ein älteres Hallendach
Bei der Sanierung einer landwirtschaftlichen Halle sollte eine zusätzliche Lichtplatte in ein bestehendes Dach aus einem etwa 20 Jahre alten Trapezblech mit der vermeintlichen Bezeichnung 76/18 integriert werden. Eine erste Bestellung anhand dieser Bezeichnung aus den alten Bauunterlagen passte jedoch nicht exakt, da der ursprüngliche Hersteller das Profil offenbar mit geringfügig abweichender Sickenhöhe gefertigt hatte. Nach einer sorgfältigen Nachmessung vor Ort und dem Versand eines kleinen Blechreststücks an den Fachhändler konnte eine exakt passende Sonderanfertigung bestellt werden, die sich anschließend nahtlos in die bestehende Dachfläche einfügte. Dieses Beispiel zeigt anschaulich, wie wichtig die physische Prüfung des vorhandenen Profils gerade bei älteren Bestandsgebäuden ist, bei denen sich Bauunterlagen und tatsächlich verbautes Material im Laufe der Jahre durchaus unterscheiden können, auch wenn die ursprüngliche Bezeichnung auf den ersten Blick eindeutig erscheint.
Werkzeuge und Hilfsmittel zum Vermessen des Blechprofils
Für eine zuverlässige Vermessung des vorhandenen Blechprofils genügt in den meisten Fällen einfaches Werkzeug: ein stabiler Zollstock für die groben Maße wie Sickenabstand und Bahnbreite, sowie eine Schieblehre für die genauere Bestimmung der Sickenhöhe und der Materialstärke. Wer besonders sorgfältig vorgehen möchte, kann zusätzlich eine Konturlehre verwenden, mit der sich das exakte Wellenprofil abnehmen und anschließend auf Papier übertragen lässt. Diese Konturvorlage kann fotografiert oder eingescannt und zusammen mit den nummerischen Maßangaben an den Fachhändler übermittelt werden, was besonders bei komplexeren oder ungewöhnlichen Profilformen eine zusätzliche Sicherheit bietet, dass die bestellte Lichtplatte tatsächlich exakt zum vorhandenen Blech passt.
Digitale Unterstützung: Fotos und Referenzobjekte
Neben den reinen Zahlenwerten hilft es dem Fachhändler oft erheblich, wenn zusätzlich zur Maßangabe ein aussagekräftiges Foto des vorhandenen Profils mitgeschickt wird, auf dem ein Zollstock oder ein anderes bekanntes Referenzobjekt direkt neben der Wellenkontur liegt. Anhand eines solchen maßstabsgetreuen Fotos lässt sich die Sickenform häufig noch genauer einschätzen als anhand reiner Zahlenangaben, insbesondere wenn das vorhandene Blech bereits leichte Verformungen, Korrosionsspuren oder Lackschichten aufweist, die die Messung mit dem Zollstock etwas erschweren können. Bei größeren oder besonders wichtigen Bauvorhaben lohnt sich zusätzlich der Versand eines kleinen, herausgetrennten Blechreststücks, sofern ein solches ohne größeren Aufwand verfügbar ist, da der Fachhändler damit die Passung direkt und ohne Interpretationsspielraum überprüfen kann. Gerade bei größeren Bestellmengen rechtfertigt der geringe zusätzliche Aufwand für ein Referenzstück den damit gewonnenen Sicherheitsgewinn bei Weitem, da eine falsch bestellte Großmenge deutlich teurer und zeitaufwendiger zu korrigieren wäre als ein kurzer Postversand im Vorfeld.
Langfristige Planung bei geplanten Erweiterungen
Wird ein Gebäude in mehreren Bauabschnitten errichtet oder ist absehbar, dass die Dachfläche in den kommenden Jahren erweitert werden soll, lohnt es sich, bereits beim ersten Bauabschnitt ein am Markt weit verbreitetes und langfristig verfügbares Profil wie 76/18 oder T18 zu wählen, statt ein selteneres oder herstellerspezifisches Sonderprofil zu verwenden. Weit verbreitete Profile lassen sich auch nach mehreren Jahren noch problemlos bei verschiedenen Herstellern nachbestellen, während bei selteneren oder herstellerspezifischen Profilen das Risiko besteht, dass der ursprüngliche Hersteller das Profil zwischenzeitlich eingestellt hat und eine spätere Erweiterung nur noch mit einer aufwendigen und entsprechend teureren Sonderanfertigung oder einem kompletten Austausch der bestehenden Fläche möglich ist. Wer vorausschauend plant, sichert sich damit deutlich mehr Flexibilität für zukünftige Bauvorhaben und vermeidet, dass eine spätere Erweiterung durch ein nicht mehr verfügbares Profil unnötig verkompliziert oder verteuert wird.
Fazit
Eine passende Lichtplatte für ein Trapezblechdach lässt sich zuverlässig nur dann finden, wenn das tatsächlich vorhandene Blechprofil vor der Bestellung physisch nachgemessen und nicht allein anhand einer möglicherweise ungenauen Bezeichnung ausgewählt wird. Wer zusätzlich die unterschiedliche Wärmedehnung von Kunststoff und Metall berücksichtigt, bei zukünftigen Erweiterungen auf weit verbreitete Profile setzt und im Zweifel zunächst ein Musterstück bestellt, erzielt eine dichte, optisch saubere und langfristig zuverlässige Integration der Lichtplatte in die bestehende Dachfläche.
FAQ: Häufige Fragen zu Lichtplatten für Trapezblech
Reicht die Profilbezeichnung für die Bestellung aus?
Nein, das Profil sollte physisch nachgemessen werden.
Was sind 76/18 und T18?
Weit verbreitete Trapezblech-Profile mit ca. 18 mm Sickenhöhe.
Was, wenn kein passendes Profil verfügbar ist?
Sonderanfertigung nach individuellem Maß möglich.
Warum ist Wärmedehnung wichtig?
Kunststoff dehnt sich stärker aus als Metall.
Sollte man ein Musterstück bestellen?
Ja, vor der vollständigen Bestellung empfehlenswert.
Gilt das auch bei sehr alten Bestandsdächern?
Ja, hier ist Nachmessen besonders wichtig.
Langjähriger Spezialist für Hallenbau und Bauen mit Sandwichplatten und Trapezblech bei thermplattenshop.de. Karol begleitet Kunden von der Materialauswahl bis zur fertigen Montage und teilt hier praxisnahes Wissen aus Hunderten realisierten Bauprojekten.

