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Sandwichplatte Wand Wandpaneel PIR 1.Wahl
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Sandwichplatten Dach 2.Wahl nach Mass
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Sandwichplatten Dach | Sandwichpaneele PIR | Kern Stärke 100 mm | Sandwichpaneel Dach | 1. Wahl
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Sandwichplatten Wand | Sandwichpaneele PIR | Stärke 100 mm | Sandwichpaneel Wand | 2. Wahl | nach Maß angefertigt
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Brandschutz bei Sandwichpaneelen: Klassen und Vorschriften
Brandschutz bei Sandwichpaneelen: Klassen und Vorschriften

Brandschutz bei Sandwichpaneelen: Klassen und Vorschriften

Kurz zusammengefasst: Sandwichpaneele werden nach DIN EN 13501-1 in Baustoffklassen von A1 (nicht brennbar) bis E eingeteilt, wobei der Dämmkern über die Einstufung entscheidet: Mineralwolle-Kerne erreichen A2-s1,d0 und gelten als nicht brennbar, PU/PIR-Kerne liegen meist bei E oder B-s1,d0 und sind normalentflammbar. Für Trennwände, Fluchtwege oder größere Industriehallen gelten zusätzlich Feuerwiderstandsklassen (REI 30 bis REI 120), die in der Muster-Richtlinie Industriebau und den Landesbauordnungen vorgeschrieben sind. Welches Paneel tatsächlich zulässig ist, ergibt sich immer aus der bauaufsichtlichen Zulassung (abZ/ETA) des konkreten Panel-Schrauben-Systems – nicht aus einem allgemeinen Datenblattwert.

Kurzantwort: Welche Brandschutzklasse braucht mein Sandwichpaneel?

Das hängt vom Gebäudetyp, der Nutzung und der jeweiligen Landesbauordnung ab. Für ein freistehendes Gartenhaus oder einen Carport genügt in aller Regel die Standardklassifizierung handelsüblicher Sandwichpaneele. Für Lagerhallen, Industriebauten, Verkaufsstätten, Gebäude mit Rettungswegen oder Bauten über bestimmten Größenordnungen verlangen die Bauaufsicht und einschlägige Richtlinien dagegen häufig einen nicht brennbaren Kern (Mineralwolle, Baustoffklasse A2) oder sogar eine definierte Feuerwiderstandsdauer der Wand- oder Deckenkonstruktion. Ausschlaggebend ist am Ende immer die konkrete bauaufsichtliche Zulassung des jeweiligen Herstellersystems, nicht ein pauschaler Erfahrungswert – im Zweifel klärt das der zuständige Prüfstatiker oder Brandschutzsachverständige gemeinsam mit der Baugenehmigungsbehörde.

A1 / A2 – nicht brennbar

Mineralwolle-Kern, für erhöhte Anforderungen

B–E – normalentflammbar

PU/PIR-Kern, für Standardanwendungen zulässig

REI 30 bis REI 120

Feuerwiderstand für Trennwände und Fluchtwege

abZ/ETA entscheidet

Zulassung des Gesamtsystems ist maßgeblich

Baustoffklassen nach DIN EN 13501-1: Was bedeuten A1, A2, B, C, D, E, F?

Die europäische Baustoffklassifizierung nach DIN EN 13501-1 bewertet das Brandverhalten von Bauprodukten in mehreren Stufen. Klasse A1 steht für vollständig nicht brennbare Materialien ohne jeglichen Beitrag zum Brand, A2 für nicht brennbare Materialien mit einem sehr geringen Beitrag zur Brandlast. Die Klassen B bis D beschreiben zunehmend entflammbare Materialien mit unterschiedlichem Beitrag zur Brandausbreitung, Klasse E steht für normalentflammbares Material mit begrenzter Flammausbreitung, Klasse F für Produkte ohne Leistungsnachweis. Ergänzend wird mit den Zusätzen s1 bis s3 die Rauchentwicklung (s1 = sehr geringe Rauchentwicklung) und mit d0 bis d2 das Abtropfverhalten brennender Partikel bewertet – eine vollständige Klassenbezeichnung lautet deshalb beispielsweise „A2-s1,d0" oder „B-s2,d0". In Deutschland existiert parallel weiterhin die ältere nationale Einstufung nach DIN 4102-1 (A1, A2, B1 „schwerentflammbar", B2 „normalentflammbar", B3 „leichtentflammbar"), die in vielen Bestandsregelungen und Zulassungen noch referenziert wird und sinngemäß den europäischen Klassen entspricht.

Klasse (DIN EN 13501-1) Entspricht DIN 4102-1 Typischer Sandwichpaneel-Kern
A1 A1 Vollmineralische Dämmstoffe, kaum als Kern üblich
A2-s1,d0 A2 Steinwolle / Mineralwolle-Kern
B-s1,d0 / B-s2,d0 B1 (schwerentflammbar) Speziell modifizierter PIR-Kern
E B2 (normalentflammbar) Standard-PU/PIR-Kern

PU/PIR-Kern oder Mineralwollkern: Was bedeutet das konkret für den Brandschutz?

Die Wahl des Dämmkerns ist der wichtigste Einzelfaktor für die Brandschutzeinstufung eines Sandwichpaneels, und genau hier sollten Bauherren besonders sorgfältig planen, da eine falsche Kernwahl im schlimmsten Fall zur Verweigerung der Baugenehmigung oder zu kostspieligem nachträglichem Austausch führen kann. PU- und PIR-Kerne (Polyurethan bzw. Polyisocyanurat) bieten hervorragende Dämmwerte bei geringem Gewicht, sind aber als organischer Hartschaum grundsätzlich brennbar und werden je nach Rezeptur und Flammschutzmittel meist der Klasse E oder – bei speziell modifizierten Produkten – B-s1,d0 zugeordnet. Mineralwolle-Kerne (Steinwolle) bestehen dagegen aus anorganischem Fasermaterial, das selbst im Brandfall nicht brennt, keine giftigen Gase in relevanter Menge freisetzt und die Klasse A2-s1,d0 erreicht. Damit ist Mineralwolle in praktisch allen Fällen erste Wahl, in denen Bauordnung, Sachversicherer oder Nutzungsart einen nicht brennbaren Aufbau verlangen – etwa bei Brandwänden, Fluchtwegen, Verkaufsstätten mit Publikumsverkehr oder Lagerhallen mit hoher Brandlast. Einen ausführlichen technischen Vergleich beider Kernmaterialien inklusive Dämmwerten und Kosten finden Sie im Beitrag Sandwichplatten mit PU/PIR- oder Mineralwollkern: Unterschied.

DIN EN 13501-1 DIN 4102-1

Wie erkenne ich die Brandschutzklasse meines Paneels? Leistungserklärung und Kennzeichnung lesen

Verlassen Sie sich beim Brandschutz nie auf allgemeine Werbeaussagen wie „schwer entflammbar" oder „feuerfest" – diese Begriffe sind rechtlich nicht geschützt und sagen nichts über die tatsächliche Klasse aus. Maßgeblich ist ausschließlich die Leistungserklärung (Declaration of Performance, DoP) des Herstellers, die im Rahmen der CE-Kennzeichnung nach DIN EN 14509 für jedes Sandwichpaneel-Produkt vorliegen muss und dort die geprüfte Baustoffklasse nach DIN EN 13501-1 explizit ausweist. Bei Bauteilen mit Feuerwiderstandsanforderung – etwa Trennwänden – kommt zusätzlich ein gesondertes Prüfzeugnis oder eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) beziehungsweise eine europäische technische Bewertung (ETA) hinzu, in der die erreichte REI-Klasse für das konkrete System aus Paneel, Stoßfugenausbildung und Befestigung dokumentiert ist. Fordern Sie diese Unterlagen vor der Bestellung beim Händler oder Hersteller an und geben Sie sie an den Planer beziehungsweise Brandschutzsachverständigen weiter, statt sich auf mündliche Zusagen zu verlassen. Gerade bei Importware oder sehr günstigen Angeboten lohnt sich ein genauer Blick, ob die Leistungserklärung tatsächlich zum gelieferten Produkt und zur angegebenen Kerndicke passt.

Feuerwiderstandsklassen für Trennwände: Was bedeuten REI 30, REI 60, REI 90 und REI 120?

Neben der reinen Baustoffklasse des Kernmaterials spielt bei tragenden oder raumabschließenden Bauteilen – etwa Brandwänden zwischen zwei Gebäudeabschnitten oder Trennwänden entlang eines Fluchtwegs – die Feuerwiderstandsdauer der gesamten Konstruktion eine zentrale Rolle. Diese wird nach DIN EN 13501-2 in REI-Klassen angegeben, wobei R für Tragfähigkeit, E für Raumabschluss (keine Flammen- oder Rauchdurchtritt) und I für Wärmedämmung (Begrenzung der Temperatur auf der brandabgewandten Seite) steht. Die Zahl gibt die Zeit in Minuten an, über die diese drei Kriterien im Brandfall eingehalten werden müssen. Speziell für Trennwände konzipierte Sandwichpaneele mit verstärktem Mineralwollkern und geprüften Stoßfugen erreichen je nach Aufbaudicke REI 30, REI 60, REI 90 oder REI 120 – diese Werte gelten aber ausschließlich für das exakt geprüfte System aus Paneel, Verbindungsmittel und Unterkonstruktion, nicht für eine beliebige Kombination ähnlicher Produkte.

Feuerwiderstandsklasse Widerstandsdauer Typischer Einsatzbereich
REI 30 30 Minuten Einfache Brandabschnittstrennung, kleinere Hallen
REI 60 60 Minuten Trennwände zwischen Nutzungseinheiten
REI 90 90 Minuten Brandwände in größeren Industriehallen
REI 120 120 Minuten Hohe Brandlast, sicherheitsrelevante Bereiche

Wo gelten strengere Brandschutzvorschriften für Sandwichpaneele?

Für private Nebengebäude wie Gartenhäuser, Carports oder kleine Lagerschuppen sind die Anforderungen an den Brandschutz in den meisten Bundesländern überschaubar, da hier weder eine hohe Personenzahl noch eine besondere Brandlast vorliegt. Deutlich strenger wird es bei gewerblich oder industriell genutzten Gebäuden: Die Muster-Richtlinie über den baulichen Brandschutz im Industriebau (MIndBauRL) regelt in Abhängigkeit von Brandabschnittsgröße, Geschosszahl, Sprinkleranlage und vorhandener Feuerwehr, welche Baustoff- und Feuerwiderstandsklassen für Wände, Dächer und Trennbauteile erforderlich sind – größere Hallen ohne Sprinkleranlage verlangen dabei regelmäßig nicht brennbare Kernmaterialien und definierte REI-Klassen für Trennwände. Auch die jeweilige Landesbauordnung (LBO) sowie Sonderbauvorschriften wie die Verkaufsstättenverordnung oder Vorschriften für Versammlungsstätten und Hochhäuser können eigene, strengere Anforderungen an Baustoffklassen und Feuerwiderstand stellen. Rettungswege und notwendige Treppenräume müssen unabhängig vom sonstigen Gebäude in aller Regel aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen. Bauherren größerer gewerblicher Projekte sollten daher frühzeitig mit dem Brandschutzkonzept und der zuständigen Bauaufsicht abstimmen, welche Klasse tatsächlich gefordert ist, statt sich allein auf Herstellerangaben zu verlassen.

Brandschutz im Bestand: Nachrüstung und Sanierung richtig einschätzen

Nicht nur Neubauten, auch bestehende Hallen und Gebäude geraten regelmäßig in den Fokus des Brandschutzes – etwa wenn eine Nutzungsänderung ansteht, eine Erweiterung geplant wird oder eine wiederkehrende Brandschau der Feuerwehr Mängel feststellt. In solchen Fällen prüft die Bauaufsicht häufig, ob die vorhandene Gebäudehülle noch dem aktuell geforderten Stand entspricht, auch wenn sie zum Zeitpunkt der ursprünglichen Errichtung genehmigt war (Bestandsschutz gilt nicht uneingeschränkt bei wesentlichen Änderungen). Ein nachträglicher Umbau von PU/PIR- auf Mineralwollpaneele ist technisch möglich, aber aufwendig, da in der Regel die komplette Außenhaut samt Unterkonstruktion betroffen ist. Wirtschaftlicher ist oft eine gezielte Ertüchtigung einzelner kritischer Bauteile – etwa der Einbau einer eigenständigen, brandschutztechnisch abgetrennten Wand vor einer bestehenden PU-Kern-Fassade, wenn nur ein neuer Nutzungsbereich eine höhere Klasse benötigt. Wer eine Bestandshalle erweitert oder umnutzt, sollte deshalb frühzeitig ein aktualisiertes Brandschutzkonzept erstellen lassen, statt die Kompatibilität mit den ursprünglichen Bauunterlagen einfach vorauszusetzen.

Brandverhalten von Dachpaneelen: Harte Bedachung und Flugfeuerbeständigkeit

Für Dachflächen gilt neben der reinen Baustoffklasse des Kerns eine zusätzliche Anforderung: der Widerstand gegen Flugfeuer und strahlende Wärme, umgangssprachlich als „harte Bedachung" bezeichnet und in Deutschland traditionell nach DIN 4102-7 sowie europäisch nach DIN EN 13501-5 mit der Klassifizierung Broof(t1) geprüft. Diese Prüfung simuliert, wie sich ein Dach bei Funkenflug aus der Nachbarschaft verhält – etwa bei einem Kaminbrand oder Waldbrand in der Umgebung – und ist in den meisten Landesbauordnungen für praktisch jedes Dach vorgeschrieben, unabhängig von der sonstigen Gebäudenutzung. Handelsübliche Sandwichdachpaneele mit stahlbeschichteter Deckschicht erfüllen diese Anforderung an die Bedachung in der Regel unabhängig vom Kernmaterial, da die geschlossene Metalloberfläche das Eindringen von Flugfunken verhindert; entscheidend ist hier vor allem die fachgerechte Verlegung mit dichten Überlappungen und korrekt ausgeführten Durchdringungen, damit die geprüfte Systemkonfiguration auch in der Praxis eingehalten wird.

Schritt für Schritt: So wählen Sie das richtige Paneel für Ihr Brandschutzkonzept

Eine strukturierte Vorgehensweise verhindert teure Fehlentscheidungen bei der Planung.

1

Gebäudeklasse und Nutzung klären. Prüfen Sie mit der Bauaufsicht, ob Sonderbauvorschriften, die MIndBauRL oder Ihre Landesbauordnung besondere Brandschutzanforderungen für Ihr Vorhaben vorsehen.

2

Erforderliche Baustoffklasse bestimmen. Legen Sie fest, ob ein nicht brennbarer Kern (A2) zwingend ist oder ein normalentflammbarer PU/PIR-Kern (E bis B) genügt.

3

Feuerwiderstandsklasse bei Trennwänden festlegen. Bei raumabschließenden Bauteilen die geforderte REI-Klasse mit dem Brandschutzkonzept abgleichen.

4

Bauaufsichtliche Zulassung (abZ/ETA) des Systems prüfen. Nur die geprüfte Kombination aus Paneel, Schrauben und Unterkonstruktion darf für den vorgesehenen Zweck verwendet werden.

5

Fachgerechte Montage sicherstellen. Stoßfugen, Durchdringungen und Anschlüsse exakt nach Montageanleitung ausführen, da Prüfwerte nur für die geprüfte Ausführung gelten.

Typische Fehler beim Brandschutz mit Sandwichpaneelen

Fehler Mögliche Folge
PU/PIR-Kern bei Brandwand-Anforderung verwendet Abnahme wird verweigert, teurer Rückbau nötig
Systemfremde Schrauben oder Dichtstoffe eingesetzt Geprüfte Feuerwiderstandsklasse erlischt
Stoßfugen nicht nach Vorgabe ausgeführt Rauch- und Flammendurchtritt an der Fuge
Brandschutzanforderung erst nach Bestellung geklärt Falsche Ware muss ausgetauscht werden

Praxisbeispiel: Lagerhalle mit erhöhten Brandschutzanforderungen

Ein Bauherr plante eine 1.200 Quadratmeter große Lagerhalle mit einer inneren Trennwand zwischen Lager- und Bürobereich. Die zuständige Bauaufsicht verlangte im Rahmen des Brandschutzkonzepts für diese Trennwand eine Feuerwiderstandsklasse von REI 90, da der Bürobereich als eigener Nutzungsabschnitt mit Fluchtweg galt, während für die übrigen Außenwände der Halle die Standard-Baustoffklasse ausreichte. Anstatt für das gesamte Gebäude teure Mineralwollpaneele einzuplanen, kombinierte der Planer PU-Kern-Paneele für die Außenhülle mit speziell zugelassenen Mineralwollpaneelen ausschließlich für die innere Trennwand – eine wirtschaftliche Lösung, die alle Anforderungen erfüllte, ohne unnötig hohe Materialkosten für Bauteile ohne erhöhte Anforderung zu verursachen. Entscheidend war dabei die frühzeitige Abstimmung des Brandschutzkonzepts mit dem Systemhersteller, bevor die Bestellung ausgelöst wurde. Die Mehrkosten für die Mineralwollpaneele an der Trennwand lagen zwar spürbar über dem Preis vergleichbarer PU-Kern-Paneele, betrafen aber nur rund 60 Quadratmeter Wandfläche und fielen damit im Gesamtbudget der Halle kaum ins Gewicht. Im Nachhinein bestätigte der Bauherr, dass die frühzeitige Klärung mit der Bauaufsicht mehrere Wochen Bauverzögerung vermieden hat, die bei einer nachträglichen Umplanung entstanden wären – ein Aufwand, der sich angesichts der überschaubaren Mehrkosten für die betroffene Teilfläche eindeutig gelohnt hat.

Fazit

Der Brandschutz bei Sandwichpaneelen ist kein Nebenaspekt, sondern ein zentrales Planungskriterium, das über Baustoffklasse, Feuerwiderstand und letztlich über die Baugenehmigung entscheidet. Wer frühzeitig klärt, welche Klasse für sein konkretes Bauvorhaben gilt, zwischen PU/PIR- und Mineralwollkern bewusst abwägt und ausschließlich geprüfte, bauaufsichtlich zugelassene Systeme fachgerecht montieren lässt, vermeidet teure Nachbesserungen und stellt sicher, dass die Halle oder das Gebäude im Ernstfall tatsächlich den erwarteten Schutz bietet.

FAQ: Häufige Fragen zum Brandschutz bei Sandwichpaneelen

Welche Baustoffklasse hat ein Sandwichpaneel mit PU/PIR-Kern?

Standard-PU/PIR-Kerne erreichen meist Klasse E nach DIN EN 13501-1, speziell modifizierte Produkte auch B-s1,d0. Für Details ist immer das Prüfzeugnis des jeweiligen Herstellers maßgeblich.

Ist Mineralwolle im Sandwichpaneel wirklich nicht brennbar?

Ja, Mineralwolle-Kerne erreichen in der Regel die Klasse A2-s1,d0 und gelten damit als nicht brennbar mit sehr geringem Beitrag zur Rauchentwicklung.

Was bedeutet REI 90 bei einer Trennwand aus Sandwichpaneelen?

REI 90 bedeutet, dass die Wand 90 Minuten lang tragfähig bleibt, Flammen und Rauch nicht durchlässt und die Temperatur auf der brandabgewandten Seite begrenzt.

Gelten für Industriehallen strengere Brandschutzvorschriften?

Ja, die Muster-Richtlinie Industriebau (MIndBauRL) legt abhängig von Größe, Sprinklerung und Nutzung eigene Anforderungen an Baustoff- und Feuerwiderstandsklassen fest.

Muss ein Dach aus Sandwichpaneelen besondere Brandschutzprüfungen erfüllen?

Ja, Dächer benötigen einen Nachweis als „harte Bedachung" gegen Flugfeuer und strahlende Wärme (Broof(t1)), den handelsübliche Metall-Sandwichdachpaneele in der Regel erfüllen.

Kann ich PU/PIR- und Mineralwollpaneele im selben Gebäude kombinieren?

Ja, das ist üblich und wirtschaftlich sinnvoll: PU/PIR für Bauteile ohne erhöhte Anforderung, Mineralwolle gezielt dort, wo Brandwände oder Fluchtwege es verlangen.

Wer legt letztlich fest, welche Brandschutzklasse für mein Projekt gilt?

Die zuständige Bauaufsichtsbehörde auf Basis von Landesbauordnung, Sonderbauvorschriften und gegebenenfalls einem Brandschutzkonzept – am besten frühzeitig mit einem Brandschutzsachverständigen abstimmen.

K

Karol

Langjähriger Spezialist für Hallenbau und Bauen mit Sandwichplatten und Trapezblech bei thermplattenshop.de.

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